• Der Staat profitiert in Milliardenhöhe von der Tiefstzinsphase

Der Staat profitiert in Milliardenhöhe von der Tiefstzinsphase

04.11.2019

Eigenheimbesitzer und Stockwerkeigentümer müssen den so genannten Eigenmietwert versteuern. Dies ist ein fiktiver Betrag, denn der Eigentümer hat nie einen Franken erhalten. Immerhin darf er die Schuldzinsen vom Eigenmietwert abziehen, so dass sich die Steuer etwas vermindert.

Bekanntlich sind die Zinsen in den letzten Jahren stark gesunken. Dies hat zur Folge, dass auch der Schuldzinsenabzug gesunken ist – was beträchtlich höhere Steuern für die Eigentümer nach sich zieht und für den Staat mehr Einnahmen.

Die UBS – immerhin die zweitgrösste Hypothekargläubigerin in der Schweiz – kommt in einer Broschüre zum Schluss, dass die Einnahmen für den Staat von 2012 bis 2017 um 6 Milliarden Franken gestiegen sind. Also 1 Milliarde Franken pro Jahr. So werden die Wohneigentümer wieder einmal kräftig zur Kasse gebeten. Und der Fiskus reibt sich ob der immer stärker sprudelnden Eigenmietwertsteuer die Hände. Andererseits ist auch klar, dass der Staat immer mehr Aufgaben zu bewältigen hat.

Trotzdem, Wohneigentümer sind für den Staat sichere Goldesel, denn von allen praktisch unbemerkt steigen auch die Gebühren stetig an.

Reto Nick, Geschäftsführer Hauseigentümerverband Graubünden